Akustik

Beim Ausüben von Sportarten entsteht Schall, welcher durch Balldrippeln, Stimmen und durch quietschende Schuhe erzeugt wird. Dieser Schall wird an den Wänden, dem Sportboden und an der Decke reflektiert oder absorbiert – je nach Material.

Schallabsorption Schallreflexion

Je größer das Volumen des Raumes, desto mehr wirkt der reflektierte Schall auf seinem Weg durch den Raum, da er auf weniger Hindernisse trifft. Nur gut absorbierende Elemente an den richtigen Stellen können dies abdämpfen.

Schallpegelabnahme

Unsere Sinne und Wahrnehmung bringen eine Erwartung beim Betreten eines Raumes mit sich, denn eine Bibliothek sollte sich nicht anhören wie eine Sporthalle und umgekehrt.
Diese Empfindung bedeutet in akustischen Parametern ausgedrückt die Nachhallzeit. Sie ist Dauer, die es benötigt, damit der Schallpegel nach Abschalten der Schallquelle um 60 dB abnimmt. Jeder Art von Raumnutzung wird eine andere Nachhallzeit zugesprochen, sodass das Erleben stimmig mit unseren Erwartungen ist.

Raum Nachhallzeit

Die DIN 18032-1 verweist für die Nachhallzeit in Sporthallen auf die DIN 18041, welche wie folgt die geforderten Nachhallzeit in Sporthallen vorgibt:

A5 „Sport“:

Tsoll, A5 = (0,75 lg (V/m³) – 1,00) s200 m³ ≤ V < 10.000m³
Tsoll, A5 =2,0 sV ≥ 10.000m³

Für die Nutzungsart A5 ist der ermittelte Sollwert TSoll,A5 zwischen 250 Hz und 2000 Hz mit einer Genauigkeit von TSoll,A5 ± 20 % einzuhalten. Bei teilbaren Sporthallen sind die Anforderungen sowohl für die ungeteilte Halle als auch für die Hallenteile nachzuweisen.

Um die geforderten Nachhallzeiten einzuhalten, müssen Absorber an Wand und Decke angebracht werden. Mit den HARO Protect Prallwänden bekommen Sie eine Prallwand und einen Absorber in einem Produkt.

Die HARO Protect Prallwände besitzen geprüfte Absorptionswerte von anerkannten Prüflaboren.

Diese Werte sind:

  • die praktischen Absorptionswerte αp über das komplette Oktavband und
  • der gewichtete Absorptionswert αw, der durch eine Bezugskurve ermittelt wird.

de Werte werden vom Prüfinstitut ermittelt und können für die Planung selbstverständlich verwendet werden.

Der αp -Wert wird für alle Oktaven (verschieden festgelegte Frequenzen) angegeben. Mit diesen Werten können Akustiker die ideale Anzahl an definierten Absorbern bestimmen bzw. die Eigenschaften der Absorber festlegen, wenn alle vorhandenen/geplanten Oberflächen und das Raumvolumen bekannt sind.

Um Produkte zu vergleichen, wird vom Prüfinstitut auch der gewichtete αw-Wert ermittelt. Dieser gibt eine Art gewichteten Ersatzwert über alle Frequenzen an.

Auf Anfrage erhalten sie gern die gewünschten Prüfzeugnisse unserer Produkte.

Beispielhafter Absorber

Parallele Flächen im Raum ohne zusätzliche raumakustische Maßnahmen (teilweise schallabsorbierend, diffus streuend oder mindestens um 5° geneigt) sollten vermieden werden.

Bei zueinander parallelen Flächen (siehe Bild 6a) sollte zumindest eine der gegenüberliegenden Flächen gegliedert oder schallabsorbierend gestaltet werden (Bild 6b und 6c). Dies gilt insbesondere bei größeren Räumen mit nicht ansteigender Bestuhlung. Auch eine Schrägstellung der Flächen um mindestens etwa 5° ist günstig.

parallele Wände

Grundrisse aus der DIN 18041

In Räumen mit rechtwinkliger Geometrie und weitgehend ebener Beschaffenheit der Oberflächen (z. B. Sport- und Schwimmhallen) können sich bei ungünstiger Verteilung schallabsorbierender Flächen, z. B. bei ausschließlich schallabsorbierender Bekleidung der Decke, deutlich längere Nachhallzeiten einstellen, als dies nach der Berechnung nach den in Anhang A zitierten Methoden nach DIN EN ISO 12354-6:2004-04 zu erwarten ist. Um dies zu verhindern, sollten an mindestens einer Wandfläche Kombinationen aus schallabsorbierenden und/oder schallstreuenden Maßnahmen eingesetzt werden. Im Zweifelsfall können genauere Prognosen durch Anwendung erweiterter Rechenmethoden erfolgen. Dies setzt Erfahrung mit solchen Aufgabenstellungen, die Nutzung geeigneter raumakustischer Simulationssoftware und den sicheren Umgang mit diesen Werkzeugen voraus.

Physikalischer Effekt:

Zum einen wird der Schall in einem Raum tatsächlich durch die Schallabsorption im Raum gedämpft, d.h. ein großer Teil der Schallenergie wird durch HARO Protect Prallwände geschluckt. Durch die Verringerung der Nachhallzeit wird der Schallpegel gesenkt.

Verhaltenspsychologischer Effekt:

Durch günstigere Sprech- und Hörbedingungen bei kurzen Nachhallwerten senken Menschen ihr Stimme ab. (Umgekehrt neigen wir dazu bei schlechter Sprachverständlichkeit unsere Stimme anzuheben.) Das heißt die Absenkung des Pegels durch Änderung des Verhaltens der Nutzer wirkt sich zusätzlich auf die Absenkung des Schallpegels in der Sporthalle aus.

Kreislauf Lautstärke